CDU Sendenhorst-Albersloh

Christina Schulze Föcking spricht über Kinderschutz & Prävention

vl Christian Hölscher (Orstunionsvors.), MdL Henning Rehbaum, Bürgermisterin Katrin Reuscher, Alexander Koch (Moderator und Wahlbz. 08), MdL Christina Schulze Föcking, Dirk Schmedding (Pfadfinder) und Jannik Bruland (SG Sendenhorst)vl Christian Hölscher (Orstunionsvors.), MdL Henning Rehbaum, Bürgermisterin Katrin Reuscher, Alexander Koch (Moderator und Wahlbz. 08), MdL Christina Schulze Föcking, Dirk Schmedding (Pfadfinder) und Jannik Bruland (SG Sendenhorst)
Kinderschutz im Fokus – CDU lädt Christina Schulze Föcking nach Sendenhorst ein

Volles Haus im Siekmann: Auf Einladung der CDU Sendenhorst-Albersloh sprach Christina Schulze Föcking, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen, über Kinderschutz, Prävention und die Arbeit der Jugendhilfe.

Kinderschutz, Prävention und Jugendhilfe

Vortrag und Diskussion mit Christina Schulze Föcking MdL im Haus Siekmann.

Datum: 08.09.2025

Video zur Veranstaltung
Christina Schulze Föcking zu Gast in Sendenhorst

Nach der Begrüßung durch den Stadtverbandsvorsitzenden Henning Rehbaum MdB berichtete Christina Schulze Föcking eindrücklich von ihrer Arbeit für den Kinderschutz. Als Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zum Missbrauchsfall Lügde kennt sie die erschreckenden Zahlen und Hintergründe genau.

Erschreckende Realität

Christina Schulze Föcking – MdL, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion NRW

„Ein Kind muss im Durchschnitt sieben- bis achtmal auf Missbrauch aufmerksam machen, bevor es Hilfe erhält. Sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist dabei kein Einzelfall, sondern traurige Realität vieler Kinder, denn in jeder Schulklasse ist im Schnitt mindestens ein Kind betroffen.“

Die Landespolitik hat nach den großen Missbrauchskomplexen in Lügde, Bergisch Gladbach und Münster gehandelt. Sie geht aktiv gegen Pädokriminelle vor, stärkt Strukturen und baut Prävention massiv aus.

Landeskinderschutzgesetz als wichtiger Schritt

Wichtige Punkte aus dem Vortrag:

  • ✔️ Verbindlichere Strukturen im Kinderschutz
  • ✔️ Engere Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Schulen, Gesundheitsdiensten und Polizei
  • ✔️ Schutzkonzepte in Kitas und Schulen
  • ✔️ Regelmäßige Schulungen für Fachkräfte
  • ✔️ Stärkere Prävention gegen sexualisierte Gewalt
  • ✔️ Mehr Sensibilität für Gefahren im Internet

Eine besondere Errungenschaft ist das Landeskinderschutzgesetz, das Christina Schulze Föcking mitinitiiert hat. Es ist inzwischen seit drei Jahren in Kraft und wurde bereits evaluiert und verbessert. Damit wurden erstmals verbindliche Strukturen geschaffen.

Christina Schulze Föcking

„Damit haben wir erstmals verbindliche Strukturen geschaffen.“

Gefahren im Internet ernst nehmen

Sehr eindrücklich schilderte Schulze Föcking ihre eigenen Erfahrungen beim Kinderschutz im Internet. Gemeinsam mit der Polizei erstellte sie bei einem Besuch einen Fake-Account als zwölfjähriges Mädchen in sozialen Netzwerken – unter anderem mit einer gefälschten Babysitting-Anzeige auf einer gängigen Online-Plattform.

Christina Schulze Föcking

„Innerhalb kürzester Zeit kamen unzählige Nachrichten mit eindeutig sexuellem Hintergrund. Die Nachrichten kamen fast ausschließlich von 40-, 50- oder 60-Jährigen, die durch sogenanntes Grooming gezielt Kontakt zu Kindern und Jugendlichen suchen, versuchen Vertrauen aufzubauen und dieses Vertrauen für sexuellen Missbrauch auszunutzen.“

Dieses Erlebnis machte deutlich, wie groß die Gefahren im Internet sind – und dass Kinder und Jugendliche hier nicht alleine gelassen werden dürfen.

Wichtig bei Hinweisen oder einem unguten Bauchgefühl:

Die Polizei NRW hat ein Hinweistelefon für sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen eingerichtet.

0800 0 431 431

Dort erhält man niedrigschwellig Unterstützung, und Kindern kann im Zweifelsfall schnell geholfen werden.

Diskussion über Prävention vor Ort

Souverän moderiert wurde die Veranstaltung vom Sendenhorster CDU-Ratskandidaten Alexander Koch. Gut informiert und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl leitete er durch den Abend.

Im Anschluss an den Vortrag diskutierte Christina Schulze Föcking mit Bürgermeisterin Katrin Reuscher, Dirk Schmedding von den Pfadfindern und Janik Bruland von der SG Sendenhorst darüber, wie Prävention vor Ort noch stärker verankert werden kann. Dabei spielten auch die Risiken sozialer Medien und die Rolle der Vereine eine wichtige Rolle.

Die klare Botschaft des Abends:

Kinderschutz ist eine gemeinsame Aufgabe. In NRW sind mit dem Landeskinderschutzgesetz bereits wichtige Schritte gegangen worden – aber Aufmerksamkeit, Prävention und Zusammenarbeit bleiben entscheidend.

Am Ende ging das Publikum nachdenklich, aber auch sensibilisiert auseinander. Die Dimension der Gewalt hinterließ sichtbare Betroffenheit. Zugleich wurde deutlich: Wer hinsieht, zuhört und Hinweise ernst nimmt, kann Kindern helfen.