CDU macht Schulwegsicherheit erneut zum Thema
Sendenhorst/Albersloh. Mehr Sicherheit auf dem Schulweg: Die CDU-Fraktion Sendenhorst-Albersloh hat im Umweltausschuss zwei konkrete Prüfaufträge eingebracht. Im Mittelpunkt stehen die Ludgerus-Grundschule in Albersloh sowie der Bereich Osttor/Schörmelweg in Sendenhorst.
An der Ludgerus-Grundschule geht es erneut um die Situation im Wersetal. Zwar werde seit Jahren an Eltern appelliert, Kinder nicht mit dem Auto bis direkt vor die Schule zu bringen. Mit dem Parkplatz an der Münsterstraße stehe in Albersloh zudem eine Bring- und Holzone zur Verfügung. „Trotzdem werden immer wieder Kinder bis vor den Schuleingang gefahren“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Sievers.
Gerade morgens, wenn alle Kinder nahezu zeitgleich zur Schule kommen, sei das Verkehrsaufkommen im Wersetal erheblich. Hinzu kämen riskante Wendemanöver in der Sackgasse.
„Das ist für Kinder, Eltern und Anwohner keine zufriedenstellende Situation“, so Sievers.
Die CDU-Fraktion beantragt deshalb, dass die Verwaltung die Einrichtung einer sogenannten Schulstraße vor der Ludgerus-Grundschule prüft. Grundlage dafür ist ein Erlass des Landes NRW aus dem Jahr 2013, der Kommunen solche temporären Sperrungen für den motorisierten Verkehr ermöglicht. Ausnahmen für Anwohner sowie mobil eingeschränkte Schülerinnen und Schüler wären möglich.
„Unser Ziel ist klar: weniger Autoverkehr direkt vor der Schule, weniger gefährliche Wendemanöver und mehr Sicherheit für die Kinder“, betont Sievers.
Auch in Sendenhorst sieht die CDU Handlungsbedarf. Anwohner aus dem Bereich Schörmelweg und Martini-Ring hätten wiederholt darauf hingewiesen, dass insbesondere Kinder Schwierigkeiten hätten, die Straße Osttor sicher zu überqueren.
Kritisch sei vor allem der Einmündungsbereich von der Hauptstraße ins Osttor. Dort biegen Fahrzeuge nach Einschätzung der Anwohner häufig mit zu hoher Geschwindigkeit ein.
Betroffen seien nicht nur Schulkinder. Auch ältere Menschen, Menschen mit Rollator oder Rollstuhl, Eltern mit Kinderwagen sowie Personen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen seien auf sichere, gut erkennbare und barrierearme Querungsmöglichkeiten angewiesen.
Die CDU-Fraktion schlägt daher vor, im Bereich Osttor auf Höhe Schörmelweg eine sichere Querung zu prüfen. Denkbar sind eine Mittelinsel, ein Zebrastreifen, eine Verengung der Einmündung oder weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen.
Auch soll untersucht werden, wie Autofahrer beim Einbiegen in den weiteren Verlauf der Straße Osttor wirksam zum langsameren Fahren gebracht werden können.
„Wir wollen an dieser Stelle eine realistische und sichere Schulwegführung erreichen“, erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Sievers.
„Die Wege der Menschen richten sich nicht immer nach der idealen Planung, sondern nach dem Alltag“, sagt Ausschussmitglied Bernd Gaßner. „Deshalb brauchen wir am Osttor eine Lösung, die dort Sicherheit schafft, wo tatsächlich gequert wird.“
Nach der politischen Sommerpause sollen beide Themen erneut im Fachausschuss beraten werden.